Verschwörungspraxis, live am Schweizer Fernsehen

Wie die Arena dem Historiker Daniele Ganser (rechts) eine Falle stellen wollte und Moderator Jonas Projer (links) selbst hineinfiel.

Seit Jahren verlieren die Massenmedien an Glaubwürdigkeit und damit auch an Auflage, Reichweite und Einfluss. Seit dem letzten Herbst versuchen sie nun, mit dem Begriff «fake news», Terrain gut zu machen.
Auch die SRG stellte in einer Arena-Sendung unter dem Titel «Trumps Krieg» die Frage: «Gibt es gute Gründe, den Medien zu misstrauen? Oder sind die Medien wichtiger denn je, um Trumps Lügen aufzudecken?» Die Sendung bot eine unfreiwillige Live-Demonstration, wie Halbwahrheiten in die Welt gesetzt werden und zu welchem Zweck.

Am Beispiel der vielen unvorsichtigen, übertriebenen oder gar eindeutig falschen Äusserungen des US-Präsidenten lässt sich natürlich leicht zeigen, dass die Medien auf der Seite der Wahrheit stehen und einen berechtigen Anspruch darauf haben, als vierte Gewalt wahrgenommen zu werden. Ein sicheres Terrain für die Medien, müsste man meinen.
Diskussionsleiter Jonas Projer gab denn auch schon ganz zu Beginn dem Medienpionier Roger Schwawinski Gelegenheit, die Sendung zu positionieren: Wer die Medien als «Feind des Volks» bezeichne, sei gegen die Demokratie. So nämlich titulierte Trump die Medien, weil sie ihn mit Zitaten aus anonymen Quellen in die Enge trieben.
Natürlich nimmt es der amerikanische Präsident mit der Wahrheit nicht so genau. Aber exakt das Beispiel , das die Arena aus den über 130 Lügen, die Trump nach Schawinskis Zählung seit Amtsantritt verbreitete, eignete sich denkbar schlecht als Beweis und zeigte typisch, wie Medien mit solchen Fällen oft umgehen.

«I guess, it was the biggest electoral win since Ronald Reagan,» sagte Donald Trump über seine Wahl im Rahmen einer nicht näher bezeichneten öffentlichen Veranstaltung («Ich schätze, es war der grösste Wahlsieg (nach Elektoren) seit Ronald Reagan.») Als er darauf aufmerksam gemacht wurde, dass Obama und Bush jeweils mehr Elektroren gewannen, meinte Trump , «man gab mir diese Information.» Eine falsche Tatsachenbehauptung war das nicht, eher eine fahrlässige Fehleinschätzung. Um daraus aber eine echte Lüge zu machen, sagte Schwawinski wörtlich: «Es war keine Fehlleistung, sondern es kommt aus seiner Denke heraus. Er muss sagen ‹Ich habe den grössten Wahlsieg aller Zeiten.›» Trump ist also ein Lügner, weil er etwas gesagt hat, das ihm Schawinski selbst in den Mund geschoben hatte. Schawinski weiter: «Er ist eine Art Verschwörungstheoretiker, der sagt ‹ich bin der Grösste, der Wichtigste, und das tut er so schludrig, dass man es ihm nachweisen kann.» Nicht der kleinste Hinweis, wer sich mit wem verschworen haben könnte und auch keine Nachfrage von Moderator Jonas Projer.

Der Begriff «Verschwörungstheoretiker» war damit gefallen und die Sendung machte den Historiker und Gesprächsgast Daniele Ganser zum Thema. Er bemängelte in der Arena-Sendung die unkritische Verbreitung von Kriegslügen durch die Massenmedien: Der Angriff auf ein Boot der US-Marine im Golf von Tonking, den es nie gegeben hat, der aber direkt in den Vietnamkrieg führte; die lückenhafte Aufklärung der Anschläge vom 11. September, die den Krieg gegen den Terrorismus begründeten; oder die nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen, die den Vorwand zum Irakkrieg lieferten.
Als Wissenschaftler an der ETH arbeitete er den Anschlag vom 11. September auf und stellte unter anderem fest, dass das dritte eingestürzte Hochhaus, WTC 7, im offiziellen mehrhundertseitigen Bericht gar nicht erwähnt wird, für Ganser ein klarer Hinweis dafür, dass die offizielle Darstellung mit den 19 arabischen Attentätern gravierende Lücken habe. Ganser wurde deswegen in einer kürzlichen Ausgabe der Wissenschaftssendung «Einstein» als Verschwörungstheoretiker bezeichnet und in eine Reihe gestellt mit Klimalügnern und Leuten, die an die Protokolle der Weisen von Zion glaubten, einer nachweislichen Fälschung.

Um Gansers Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen, hatte die Redaktion etwas Besonders vorbereitet: Als erstes zeigte Projer dem Publikum einen Tweet von Daniele Ganser, in dem er über die Einstein-Sendung «geschimpft» hätte: «Für das SRF ist kritische Forschung zu WTC 7 = Verschwörungstheorie. Diffamierung statt Aufklärung. Schade!» Dabei hätte er doch unmittelbar nach der Sendung eine E-Mail an die Redaktion von Einstein mit folgendem Inhalt geschrieben: «Ich fand den Teil über 9/11 und WTC 7  fair und sachlich. Danke. (…)». Grosser Protest von Ganser: «Aber Sie haben weggeschnitten, was ich nachher geschrieben habe. Das ist eine Riesenfrechheit und jetzt haben Sie es live». Projer insistierte in dem heftigen Wortgefecht, in dem er gar mit dem Abbruch der Sendung drohte, der weggelassene Text hätte nichts mit WTC 7 zu tun. Ein klein bisschen richtig, aber im Grunde eben doch falsch, konnte man später feststellen, als endlich der fehlende Text eingeblendet werden konnte: «Der Mix ‹Klimalüge› und Protokolle hingegen fand ich schlecht.» Logisch: Ein Pharmakologe hätte auch keine Freude, wenn ein wirksames Medikament von ihm in einer Liste von Quacksalbereien erscheinen würde, selbst wenn es dort korrekt dargestellt würde.

Wenn es eine Falle war, die man Ganser vor laufender Kamera stellen wollte, ist Jonas Projer selber in sie geraten. An den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten Deutschlands werden Journalisten entlassen, wenn sie sinnverzerrend schneiden. Die SRG in der Schweiz fühlt sich mangels privater Konkurrenz sicherer. Jonas Projers Fehlleistung wiegt vielleicht nicht so schwer, aber seine Absicht dabei war eindeutig: Gansers Glaubwürdigkeit sollte beschädigt werden, sonst hätte er das zweite Sätzlein mit bloss neun Worten problemlos stehen lassen können. Ein Zwang zur Kürzung bestand nicht. Nach den Kommentaren zu schliessen, haben die Zuschauer die diffamierende Absicht offenbar auch so mitbekommen. Die ersten 40 von 287 Kommentaren fielen zu über 85 Prozent für Projer, die SRG und die Massenmedien negativ aus – mehr Zeit für eine vollständige Zählung wollte ich nicht aufwenden. Der beliebteste Kommentar lautete: «Projer prahlt mit dem verbindlichen Qualitätsstandard des SF-Journalismus (den ich nicht in Frage stelle) und demonstriert live das Gegenteil. Unlautere Methoden wurden in dieser Sendung exemplarisch demonstriert. Andreas Diethelm».

Eine solche Sendung muss aus meiner Sicht Folgen haben: Es geht nicht an, dass Moderation, Redaktion und ein Gast selber Partei sind, denn auch die Glaubwürdigkeit der SRG stand zur Debatte. Die Kontrahenten sollen die verbalen Klingen kreuzen, der Moderator soll moderieren. Und wenn es um die Seriosität der Medien geht, braucht es Experten mit mehr Distanz zur Sache als Roger Schawinski, der zudem noch auf der Honorarliste der SRG steht. Urs P. Gasche, früher Leiter der Sendung «Kassensturz», Chefredaktor der Berner Zeitung, Herausgeber des K-Tipp und heute Leiter und Förderer der alternativen Medienseite infosperber.ch wäre ein idealer Kandidat gewesen – erfahren, unabhängig, kameratauglich und hart an den Fakten.

Folgen muss die Sendung aber auch für Leute wie Daniele Ganser haben, die gezwungen sind, mit dem Label «Verschwörungstheoretiker» irgendwie zurechtzukommen. Gegenwehr ist aussichtslos. Man kann nicht jeden Blogeintrag oder jede beiläufige Erwähnung korrigieren. Denn der Begriff wird mehr oder weniger wahllos für alles verwendet, was den gängigen Meinungen zuwiderläuft. Für Schawinski ist Trump ein Verschwörungstheoretiker, bloss weil er sich für den Grössten und Wichtigsten hält!
Der Kampfbegriff ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen, den die psychologische Abteilung der CIA in den 1960er Jahren eingeführt hatte, um den hartnäckigen Hinweisen auf eine grössere Täterschaft an der Ermordung von John F. Kennedy den Boden zu entziehen. Aber man kann ihm einen anderen Begriff entgegenstellen und ihm dadurch seine wahre Bedeutung geben. Daniele Ganser und die vielen weniger prominenten Wissenschaftler und Journalisten, die sich um die Erforschung der unterdrückten Hintergründe von Kriegen und Anschlägen bemühen, werden sich früher oder später als «Verschwörungspraktiker» bezeichnen müssen. Damit heben sie ihre Erkenntnisse auf die Ebene der verifizierbaren Tatsachen. Und «Verschwörungstheorien» werden zu dem, was sie sind: Phantasien, mit denen man sich nicht zu befassen braucht. Was zählt, ist die verifizierbare Praxis, und eine solche gibt es seit der Existenz des Menschen.

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Die ganze Sendung können sie sich hier anschauen.
Hier finden Sie auch die 287 Kommentare, die in der überwiegenden Mehrheit Projer, die SRG oder oder die Mainstreammedien kritisieren.

Die Arena-Sendung wird sehr unterschiedlich wahrgenommen. Viele Medien übernahmen in ähnlich lautenden Texten die Darstellung Jonas Projers, der persönlich positive Rückmeldungen aus seinem Umfeld erhielt, aber in den sozialen Medien auch viel Kritik einstecken musste.
Aargauer-Zeitung: «Arena»-Moderator Jonas Projer: «Ich finde, Ganser wurde nicht blossgestellt». Mit den entscheidenden Ausschnitten.

Gute Analyse von Michael Graf auf Infosperber: Jonas Projer griff Daniele Ganser unfair an

«Nicht die Wahrheit»: Projer stellt Verschwörungstheoretiker Ganser in Eklat-«Arena» bloss». Watson

«Gegen Lückenpresse»
Ein eher positive Darstellung von Gansers Auftritt lieferte der «Klein-Report, der Mediendienst der Schweizer Kommunikationsbranche»:
SRF-«Arena»: «Verschwörungs-Theoretiker» gegen «Lückenpresse»
von Raphael Waldvogel, Redaktor des «Klein-Reports»

Konfus
René Hildebrand, beim «Blick» lange als Fernsehkritiker tätig, nimmt Projer und Schawinski in Schutz: «Erst in der zweiten Hälfte der Diskussion gelang es ihnen, den wenig sympathischen und streckenweise unerträglichen Basler ruhig zu stellen.»
«Konfuse Diskussion über eine E-Mail» auf «persönlich, dem online-Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft»,

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Daniele Ganser ist Gründer und Leiter des «Swiss Institute for Peace and Energy Research». siper.ch und Autor folgender Bücher, allesamt Bestseller, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden:

Illegale Kriege – wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. eine Chronik von Kuba bis Syrien. Orell Füssli, 2016.

Europa im Erdölrausch – die Folgen einer gefährlichen Abhängigkeit. Orell Füssli, 2012.

NATO-Geheimarmeen in Europa – inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung. Orell Füssli, 2008.

Daniele Gansers eigene Website

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19 Antworten auf Verschwörungspraxis, live am Schweizer Fernsehen

  1. Christoph Kummer sagt:

    Ihr Magazin Zeitpunkt soll für „Konstruktive Skeptiker“ sein, laut Website. Haben Sie schon einmal die Debunkings von echten Skeptikern (im wissenschaftlichen Sinn) zu 9/11-VTs gelesen? Sie schlagen in dieselbe Kerbe wie Ganser. Ich verweise auf Ihren Artikel von Ihnen von 2010 (http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/11-september-die-flugzeuge-existierten-nur-auf-video-der-beweis.html). Da wird nicht nur impliziert, dass keine Flugzeuge in die Twin Towers flogen, sondern auch, dass die Türme durch Bomben zum Einsturz gebracht wurden. „Dass die Türme nicht infolge des von den Flugzeugen ausgelösten Brandes zusammenbrechen konnten, ist inzwischen bewiesen.“ Lächerlich, diese Behauptung. Was ist dieser Beweis? Ich hab‘ mich eingehend mit den VTs zu 9/11 auseinandergesetzt, und der Grossteil ist in meinen Augen absoluter Blödsinn. Die gängigen Behauptungen sind allesamt debunked worden. So auch Ihre absurde „no plane-Frage“: http://debunkingnoplanes.blogspot.ch/2014/05/the-nose-out-fallacy.html

    • Christoph Pfluger sagt:

      Für Leute, die sich den verlinkten Originaltext nicht anschauen wollen: Die Videobilder des 11. Septembers zeigen, dass die Flugzeuge mit unbeschädigten Nasen durch die Türme rasten. Die Gegner dieser Sichtweise behaupten, es handle sich dabei um Trümmer mit derselben Form. Das ist in der Tat theoretisch möglich, erklärt aber nicht die Tatsache, dass die austretenden «Flugzeugnasen» (oder was immer es war) später abgedeckt wurden.

      • Christoph Pfluger’s Darlegungen werden gut gestützt durch diese, auf deutsch veröffentlichte Zusammenfassung:

        http://septemberclues.info/SEPTEMBER_CLUES_Einfuehrung_150907.pdf

        2009, vor bereits acht Jahren hat initiative vernunft auf die Unstimmigkeiten der amtlichen Deutung der Ereignisse hingewiesen, und deshalb selbst aus Kreisen der Alternativmedien scharfe Kritik einstecken müssen, die sog. „no plane“-Theorie würde jegliche Glaubwürdigkeit einer Auseinandersetzung mit 9/11 geradezu unterminieren.

        Doch schon Schopenhauer wusste: Die Wahrheit kann warten, denn sie hat ein langes Leben vor sich.

        Eine seit 2009 nicht mehr aktualisierte Recherche der 9/11-Ereignisse mit dem Fazit im Titel:

        „Original-TV-Bilder zeigen, dass keine entführten Passagier-Flugzeuge in die WTC-Türme flogen!“

        http://initiativevernunft.twoday.net/stories/5168492/

    • Werner Ries sagt:

      Absolut lächerlich ist doch wohl die offizielle Verschwörungstheorie!
      Wer so einen Mist glaubt, hat in der Schule viel geschlafen und Logik ist auch nicht seins!

    • Werner Ries sagt:

      Zudem einfachste physikalische Gestze schon den Feuerball, der schön aufsteigt belegen lassen, das es keine Turbulenzen in der Luft gab! Na was heisst das wohl?
      Ich nehme an, den Gebrüdern Grimm schenken sie eben solchen glauben. :-)))))

  2. Karl Stuetzel sagt:

    Wenn Zahlen, Daten und Fakten nicht mehr wichtig sind, dann brauchen wir auch keine Medien mehr!
    Hier ist endlich mal wieder Jemand, der es damit sehr genau nimmt und man versucht ihn als Lügner blosszustellen. Und das alles nur, um selbst gut dazustehen und mit Halbwahrheiten wieder mehr Geld zu machen.
    Mich interessieren nur Tatsachen und nicht die Meinung eines Reporters oder einer Zeitung, meine Meinung kann ich mir dann selber bilden.

  3. Alex sagt:

    Grosses Kino, Herr Pfluger. Vielen Dank für diese Zeilen. Jede einzelne war es wert gelesen zu werden.

  4. Samuel R. sagt:

    Super. Vielen Dank!!!! (meine ich 100% ernst, falls man denken könnte, aufgrund meiner wenigen Worte, ich wäre ironisch…). Danke!

  5. Bernhard Meyer sagt:

    Sie schreiben: „«Verschwörungstheorien» werden zu dem, was sie sind: Phantasien, mit denen man sich nicht zu befassen braucht. Was zählt, ist die verifizierbare Praxis, und eine solche gibt es seit der Existenz des Menschen.“

    Nein!!! Jetzt schreiben Sie ja selbst, dass VTs dumme Spinnereien seien, die man nicht beachten solle. Das war doch das Ziel der CIA, als sie das Geschoss in die Welt jagten. Ich brauche doch eine Theorie einer Verschwörung, bevor ich sie aufklären, also verifizieren oder falsifizieren kann. Ohne Verschwörungstheorie geht das nicht.
    Das Problem sind ja auch nicht die V…theorien, sondern die V…theoretiker! Es gibt das Berufsbild nämlich nicht, somit wird die Bezeichnung unmerklich zum Krankheitsbild wie beim Hypotoniker, Spastiker und schließlich zur Beleidigung wie beim Träumer, Spinner.

    Wobei ich Ihnen Recht gebe, ist dass der Begriff in der zerstörerischen Bedeutungsverschiebung in der Welt und schwer rückholbar ist.
    Was kann man dennoch tun? Man sollte vielleicht daran ansetzen, dass der Begriff ja selten angewendet wird, wenn jemand Theorien über Kornkreise aufstellt. Er kommt immer nur dann, wenn mit der VT der (Regierungs-) Autorität ein Verbrechen unterstellt wird oder ein anderes starkes Tabu angerührt wird. Man sollte deswegen klar das Tabu benennen.

    Auch wäre es schön, wenn ein Itellektueller, eine Autorität, in einem guten Aufsatz feststellt, dass der Begriff „V…thoretiker“ keine sachliche Grundlage haben KANN und daher IMMER eine Diffamierung darstellt. Wer ihn gegen jemand benutzt, bewirfft ihn mit Dreck, von dem man schließlich weiß, dass immer etwas hängen bleibt. Wer ihn benutzt; muss also berechtigerweise als Dreckschleuder bezeichnet werden.

    • Christoph Pfluger sagt:

      Es zirkulieren im Netz doch einige wilde Spekulationen über Verschwörungen. Ein behauptet sogar, ein Hund habe den 11. September verursacht. Es ist bedenklich dass seriöse Hintergrundforschung unter dem Begriff «Verschwörungstheorie» immer mit solchem Qautsch gleichgesetzt wird. Wenn Sie einen besseren Vorschlag haben, Verschwörungspraxis von Verschwöerungstheorie abzugrenzen, bin ich sehr offen.

  6. Urs Bühler sagt:

    Dr. Daniel Ganser, seriöser Wissenschafter auf dem Gebiet der Friedensforschung, publiziert ausschliesslich dokumentierte Fakten. Dabei bleiben auch Fragen unbeantwortet wie z.B. die tatsächlichen Drahtzieher hinter dem „Einsturz“ von WTC 7.Daniel Ganser steht dazu, dass er die Verschwörer nicht kennt und der „allergrösste“ Schawinski meint dazu: Eben, sie sind ein Verschwörungstheoretiker darum rede ich auch nicht mit Ihnen.
    Journalisten dürfen unbequeme Fragen stellen, Wissenschafter hingegen sollen dies gefälligst unterlassen. Ein äusserst seltsames Verständnis von Informationsvermittlung. Erinnert schon an staatliche Zensur und äusserst einseitige (westlicher mainstream) Berichterstattung unseres Staatsfernsehen.

  7. mr91 sagt:

    Hervorragender Artikel Herr Pfluger. Vielen Dank dafür.

  8. Klauso sagt:

    Oh ho, chapeau und Danke für eine ‚endlich einmal‘ objektive Berichterstattung …

  9. Marie Müller sagt:

    Tweet und Mail widersprechen sich offensichtlich. Ohne Erklärung schwierig nachzuvollziehen..

  10. Name sagt:

    Alle sollten damit beginnen, SRF JEDEN Tag anzurufen, anzuschreiben, etc. und sich beschweren!

    Ich mache das. Das sollten alle tun. So lange bis die nicht mehr arbeiten können.

  11. Andreas Hagenbach sagt:

    Ich stimme Ihren ausgewogenen Worten zu. Dass Daniele Ganser in die Pfanne gehauen werden würde, konnte man vorausahnen. Schon beim nicht sonders sauberen Artikel der WoZ konnte man diese Tendenz beobachten, unter vielen Journalisten ist Ganser sowieso ein Tabu, den man nicht noch das letzte Quentchen Glaubwürdigkeit opfern. Es scheint, dass wir in eine Phase kommen, in der mit harten Bandagen zugeschlagen wird. Wie Mausfeld die Tiefenindoktrination beschreibt, wird jede abweichende Meinung mit Gewalt angegangen. Das macht nicht glücklich, denn es wird nicht mehr wichtig sein, was wahr oder gelogen ist, sondern wer der König in der Guetzlibüchse ist.

    • Reto Brühlmann sagt:

      Völlig richtig Herr Hagenbach.

      Ein Doktor aus dem Deutschen Raum hat das auch noch anders formuliert, nämlich so:

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      „Die Dauerangst, das darfst du nicht sagen und das nicht vertreten, führt ohnehin zu einem völlig verqueren, zumindest halbparanoischen Denken, das unsere öffentlichen Diskussionen zunehmend degenerieren lässt und uns vom blossen Gegenteil her manipuliert. Schliesslich fragt kaum noch einer, ob eine schlichte Feststellung richtig oder falsch ist, sondern vornehmlich, ob etwas gesagt werden darf, oder welche Konsequenzen dies haben mag.“ (Prof. Dr. Scholdt, Thüringen, 7. Dezember 2013)
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  12. Paul Hasler sagt:

    Daniele Ganser ist kein Verschwörungstheoretiker, weil er gar keine Theorien anbietet. Er stellt Fragen. Sehr berechtigte Fragen.

  13. Timmy sagt:

    Wer Herrn Ganser als Verschwörungstheoretiker bezeichnet, ist schon genau da angekommen wovor der Mann warnt. Und wer echt noch nicht gemerkt hat das die Trumps, Kim Jongs und restlichen Knaller die da so zu sehen sind nur schlecht gemachte Pappfiguren sind die über die Bühne stolpern- ja dann tut´s mir leid.

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