Warum das private Geld der Banken ungerecht ist

Geld / Macht / Ungleich – dies war das Thema der Jahrestagung des deutschen Vereins Monetative vom 11. November in Frankfurt. Hansruedi Weber, Präsident des Vereins Monetäre Modernisierung illustrierte darin einem viel beachteten Vortrag die systembedingte Ungerechtigkeit der Kreditgeldschöpfung der Banken.

Was die Mehrheit der Bevölkerung, Banker und Politiker eingeschlossen nicht weiss: Die Banken schöpfen Geld, wenn sie Kredite verleihen. Sie verleihen nicht das Geld der Sparer, wie sie unentwegt behaupten, sondern sie schreiben den Kreditnehmern Geld ins Konto, das es vorher nicht gegeben hat, das nicht erarbeitet worden ist und dessen Gegenwert in der Zukunft erst noch erschaffen werden muss. Das ist schlechterdings unmöglich, weil jedem neuen Geld, das auf diesem Weg entsteht eine grössere Forderung der Banken gegenübersteht, nämlich Kreditbetrag plus Zinsen.
Wie vielfältig die Ungerechtigkeiten sind, die aus dieser Form der Geldschöpfung erwachsen, erläuterte Hansruedi Weber in seinem Vortrag an der Jahrestagung der Monetative in Frankfurt: Weiterlesen

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Vermutlich ist alles ganz anders

«Die Medien lügen nicht, sie verkürzen, unterschlagen, verdrehen und verfälschen.» Der bekannte TV-Journalist Ulrich Tilgner bringt es in «Lügen die Medien?», dem neuen Buch von Jens Wernicke auf den Punkt. Auch wenn die Medien selten bewusst lügen, so malen sie doch ein Bild, das mit der Wirklichkeit nicht mehr viel zu tun hat.

Die Medien und die Demokratie stehen in einer wechselseitigen Abhängigkeit: Die Demokratie funktioniert nur mit freien Medien. Und freie Medien gibt es nur in einer funktionierenden Demokratie mit freier Meinungsäusserung. Beim zunehmenden Vertrauensverlust der Massenmedien geht es deshalb sehr schnell ums Ganze, um die Legitimität der Macht und die Demokratie an sich. Deshalb ist die Auseinandersetzung mit der Medienkrise Bürgerpflicht. Dazu liefert das Buch «Lügen die Medien?» von Jens Wernicke bestes und breitgefächertes Anschauungsmaterial. Weiterlesen

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Im Rat der Ahnungslosen

Die grosse Enttäuschung der gestrigen Vollgeld-Debatte im Ständerat war nicht die Ablehnung der Initiative. Das war zu erwarten. Der grosse Schock war die flächendeckende Unkenntnis über die Materie, die entschieden wurde.

Mit dem Geld ist es wie mit Eisbergen. Entscheidend ist das Unsichtbare: Weiterlesen

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economiesuisse lügt

Die Initianten der Vollgeld-Initiative gehen mit trügerisch guten Gefühlen der Abstimmung entgegen. Gemäss allen bisherigen Umfragen befürwortet eine Mehrheit das Vollgeld. Doch die Zuversicht ist gefährlich. Denn erstens sind diese Umfragen nicht repräsentativ und zweitens wurde sie unter einem Publikum durchgeführt, das über die Geldschöpfung durch die privaten Banken informiert war und ihr tendenziell deshalb eher ablehnend gegenüber stehen dürfte. Im Abstimmungskampf wird die Vollgeld-Initiative mit viel stärkerem Gegenwind rechnen müssen.

Mit welchen faustdicken Lügen die Banken und ihre Organisationen operieren werden, zeigt die Einladung von «economiesuisse» zu einem Parlamentariertreffen mit Abendessen von heute Abend, an dem über die Vollgeld-Initiative informiert werden soll. «Die heute für fast alle Zahlungen verwendeten Sichteinlagen würden verboten», heisst es in der Einladung. Dieser Satz ist eine primitive Lüge. Weiterlesen

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Aus der Trickkiste der doppelten Buchführung

Die Banken verstossen bei der Kreditgeldschöpfung gegen das Obligationenrecht. Diese Ansicht vertritt Michael Schemmann, Gastprofessor für Finanz- und Rechnungswesen in Bangkok und Direktor des International Institute of Certified Public Accountants IICP in einem offenen Brief an Ständerat Martin Schmid, Präsident der Kommission für Wirtschaft und Abgaben. Sie befasst sich morgen mit der Vollgeld-Initiative.
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US-Wirtschaft: So träge wie zur Zeit der Sklaverei

Die Produktivität der US-Wirtschaft ist 2016 erstmals seit der Finanzkrise wieder gesunken, obwohl sie der Technologie-Boom eigentlich effizienter machen müsste. Die Experten rätseln noch, warum das so ist und vermuten eine ungenaue Datenerhebung. Einen anderen Grund für den Rückgang schlägt Tyler Durden vom Infoportal ZeroHedge (Motto: «Auf lange Sicht fällt die Überlebenswahrscheinlichkeit für alle auf Null») vor: das Smartphone. Weiterlesen

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Ohne Liebe keine Freiheit

Freiheit! Darüber zu schreiben ist ein Risiko. Aber es muss versucht werden.

Freiheit ist das grosse Paradox der menschlichen Existenz. Alle wollen frei sein. Gleichzeitig ist das Leben ein grosses Miteinander – niemand kann allein. Vielleicht scheint sie deshalb irgendwie unerreichbar. Man kann sich zwar in Freiheit fühlen, aber sicher ist man ihrer nie. Nicht einmal das Denken ist frei. Zumindest können wir es nicht wissen. Die Gedanken könnten ja ein Spielchen mit uns treiben, und die Freiheit könnte sich im Undenkbaren verbergen. Und dann, nach langem Irren durch den unwegsamen Dschungel vermeintlicher Freiheiten die grosse Ernüchterung: Freiheit haben wir, wenn wir auf sie verzichten.

Logisch: Die Grenze meiner Freiheit ist die Freiheit des Nächsten. Nur: In einer Welt, in der alles mit allem verbunden ist, sind diese Grenzen potenziell unendlich nah. Das klingt vielleicht abstrakt und philosophisch, hat aber alltägliche Wirkung. Nehmen wir zum Beispiel die Spiegelneuronen, Gehirnzellen, die bei der Wahrnehmung von Handlungen Anderer Reaktionen in uns auslösen, als ob wir sie selbst ausführten. Sie signalisieren eine viel tiefergehende Verbindung zwischen den Menschen und aller Kreatur, als wir gemeinhin annehmen. Wir spüren diese Verbindung beim Fremdschämen, wenn jemandem Schmerz zugefügt wird und wir ihn selbst fühlen oder in allen Momenten des Mitleids. Die Spiegelneuronen sind dabei nicht die materielle Ursache dieses Mitfühlens, sondern die biologische Manifestation eines geistigen Vorgangs. Wenn wir das Bild eines fremden Schmerzes sehen – zum Beispiel auf einem Bildschirm –, wird keine Materie ausgetauscht, bloss Information. Trotzdem entsteht eine körperliche Reaktion.
Dieses Mitfühlen findet wohl immer statt, man nimmt es nur nicht immer wahr; wir könnten mit diesem ständigen Strom an Emotionen vermutlich auch nicht umgehen. Auf der Ebene des Gefühls und des Geistes sind wir also ein allumfassendes, wenn auch wenig bewusstes Menschenkollektiv.

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Endlich: eine Bank für alle und für jedes Geschäft

Wer heute mit Geld zu tun hat, braucht viele Partner: Von der einen Bank kriegt er einen Kredit, auf eine andere fliesst sein Lohn; für internationale Geschäfte braucht er eine Kreditkarte oder nutzt eine Plattform wie Paypal. Wenn er ein Crowdfunding-Projekt lancieren, einkaufen oder tauschen will, muss er sich auf unterschiedlichen Websiten einloggen – und sich auch immer wieder die Vertrauensfrage stellen.

Die 1bank4all will allerdings noch einiges mehr: Weiterlesen

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Plädoyer für einen links-grünen Protektionismus

Offene Grenzen, das klingt attraktiv für alle, die sie überschreiten möchten. Aber nur wenige schaffen es auch. Es sind vor allem das Kapital und die grossen Konzerne, die den Gewinn der Globalisierung davontrugen. Der Zustand der Welt ist ein deutliches Zeichen für das Ergebnis dieser Entwicklung.

Colin Hines, Initiant des Green New Deals von 2008, hat nun mit seinem Buch «Progressive Protectionism» einen Weckruf veröffentlicht, der sich vor allem an die Grünen und Linken richtet, die bis jetzt die Globalisierung unterstützt haben und sie mit Regulierungen zu zähmen versuchten. Weiterlesen

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Farinet: starker Start für Walliser Lokalwährung

Im Wallis wurde am 13. Mai eine neue Lokalwährung lanciert, der Farinet. Namensgeber ist der Falschmünzer Joseph Samuel Farinet (1845 bis 1880), der sein Falschgeld den Armen verschenkte und zu einem Volkshelden wurde, dem sogar ein kleines Museum in Saillon gewidmet ist.

Der Farinet ist eine Komplementärwährung, die man für Schweizer Franken kauft und die von zur Zeit rund 100 Geschäften als Zahlung angenommen wird. Die Geschäfte können ihre Farinets auf Wunsch wieder mit einem Einschlag von fünf Prozent in Schweizer Franken tauschen. Zwei Wochen nach der Lancierung sind bereits 50’000 Farinets im Umlauf, viele davon allerdings als Sammlerobjekt. Besonders beliebt ist die 13-er Note. Damit ist der Farinet vermutlich die erfolgreichste Lancierung einer Lokalwährung in der Schweiz seit dem WIR in den 1930er Jahren sein. Weiterlesen

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