Schieferöl-Fiasko: Die Banken versicherten sich selber

Russland und Iran sind die primären Opfer des gefallenen Ölpreises. Ihre Staatseinnahmen hängen zu einem guten Teil vom Ölpreis ab. Aber auch amerikanische Ölgesellschaften und ihre Banken, die mit dem Schieferöl die grösste Bonanza der Erdölgeschichte finanzierten, zählen zu den Opfern.

Als der Ölpreis zu fallen beginn, hiess es noch, die massgeblich fremdfinanzierten Ölgesellschaften seien gegen tiefe Preise abgesichert. Aber auch versicherte Verluste müssen von irgendwem getragen werden. Nun haben einige Gesellschaften offengelegt, durch wen sie versichert sind; es sind zu einem guten Teil dieselben Banken, die ihre teuren Schieferöl-Explorationen finanziert hatten. Die Banken versicherten sich gewissermassen selber.

Die versicherte Summe beträgt 26 Mrd. Dollar. Sie kann einen tiefen Ölpreis nicht mehr lange wettmachen. Für die Banken ist es ein Verlust, den sie zwar verkraften können, aber in der angespannten Situation ein ungünstiges Zeichen. Zum Teil haben sie auch schon versucht, die betroffenen Kredite weiterzuverkaufen, mit sehr durchzogenem Erfolg.

Mehr dazu: zero hedge

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