Wie die Konzerne mit heisser Luft risikolos Gewinne machen

Anstatt zu investieren, verwenden die grossen amerikanischen Konzerne einen wachsenden Teil ihrer Gewinne, um ihre eigenen Aktien zurückzukaufen – sehr zur Freude ihrer Aktionäre.

IBM ist ein Musterbeispiel: Seit Virginia Rometty – gemäss Forbes die mächtigste Geschäftsfrau der Welt – Chefin von IBM ist, sind Kurs und Dividenden ständig gestiegen, obwohl die Firma in den letzten sechs Jahren kein bisschen gewachsen ist. Der Grund liegt im massiven Rückkauf der Aktien durch IBM selber.

Seit dem Jahr 2000 hat IBM dafür 140 Mrd. Dollar ausgegeben, 17 allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres, einer substantieller Teil mit Krediten finanziert. Der Deal mit heisser Luft ist ziemlich risikolos: Die zur Sicherung des Kredits hinterlegten Aktien steigen im Wert, weil die Nachfrage nach den Aktien ja ebenfalls steigt. So werden heute Gewinne gemacht, nicht mit Produkten, die den Käufern etwas nützen, sondern indem heisse Luft in die Blase gepumpt wird.

Das Nachsehen hat natürlich die Realwirtschaft. Sie kann mit den Gewinnen nicht mithalten, die sich ohne Risiko und Anstrengung auf den Finanzmärkten erzielen lassen und erhält entsprechend weniger leicht Kredit.

Solche windigen Geschäfte zum Nachteil aller Menschen, die mit normaler Arbeit ihr täglich Brot verdienen wollen, wären mit der Vollgeld-Initiative nicht mehr möglich. Sie verbietet den Banken die Geldschöpfung per Kredit.

Mehr über die Geschäfte der amerikanischen Konzerne in der französischen «Tribune»

Mehr über die Vollgeld-Initiative

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