Trump: Eine unsichtbare Kraft hat gewonnen

trump_cc-adobe-of-chaos-flickr

«Ganz unter uns», schrieb mein Seelenfreund Geni Hackmann im Februar dieses Jahres: «Donald Trump ist bestens geeignet für den Job des Präsidenten der USA. Er weiss wenigstens, wie man Konkurs geht. Vier Mal musste eine seiner Firmen die Bilanz deponieren; nie wurde sein persönliches Vermögen tangiert.»

Bei aller Durchschlagenheit: US-Präsidentschaftswahlen gewinnt man nicht als Individuum, sondern nur mit starken Kräften im Hintergrund. Hinter Hillary Clinton stand die Wallstreet und mit ihr der militärisch-industrielle-geheimdienstliche Komplex, der die Welt seit der Ermordung John F. Kennedys 1963 beherrscht. Die Schwerpunkte seines Programms sind Dollar-Hegemonie, Geldschöpfung aus dem Nichts durch die Banken und die Durchsetzung der dadurch entstehenden Verschuldung durch Militarisierung, Globalisierung und Kontrolle. Darum galt Hillary Clinton zu Recht als Falke. Viele Friedensfreunde waren deshalb nicht glücklich über ihre Kandidatur. Hinter ihr standen Mediennetzwerke wie CNN, die New York Times und die liberale Presse in Europa wie der Guardian, die Zeit oder der Zürcher Tages-Anzeiger.

Hinter Trump stehen ganz andere, nicht minder potente, aber noch nicht sehr sichtbare Kräfte. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Banken, Bankrott, Crash, Demokratie, Dollar, Szenario, Wahlen, Wallstreet | Verschlagwortet mit | 12 Kommentare

Wer profitiert von den tiefen Zinsen und wer bezahlt dafür?

Alles Geld besteht aus Schulden, denn Geld kommt nur dann in Umlauf, wenn jemand einen Bankkredit aufnimmt, sei dies nun ein Staat , ein Unternehmen oder eine natürliche Person.
Früher hat Geld etwas gekostet, nämlich den Zins. Frisches Geld bekam also nur, wer den Zins bezahlen konnte. Das waren neben den Vermögenden auch all jene, die bereit waren, dafür zu arbeiten.

In Zeiten von niedrigen Zinsen oder gar Negativzinsen ist das anders: Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Einmalig: eine Bank erklärt ihren Kunden die Geldschöpfung aus dem Nichts

Am 17. August 2016 erklärte erstmals eine Bank ihren Kunden, wie sie aus dem Nichts Geld schöpft. Es handelt sich dabei um die Freie Gemeinschaftsbank in Basel, die nach anthroposophischen Grundsätzen geführt wird. Nüchtern, anschaulich und nahezu vollständig erklärt ein Mitglied der Geschäftsleitung in der neusten Ausgabe der Kundenzeitschrift «transparenz» die Geldschöpfung aus dem Nichts durch die Kreditvergabe der Banken – ein weltweit vermutlich einmaliger Vorgang. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Banken, Geldschöpfung, Schweiz, Vollgeld | Verschlagwortet mit | 4 Kommentare

Wo die Macht im Staate liegt

Schreyer_-_Wer_regiert_die_Welt«Wir leben heute in einem doppelten System aus gewählter und informeller Regierung.» Dies ist das Fazit des deutschen Autors Paul Schreyer in seinem Buch «Wer regiert das Geld?». Auf der sichtbaren Seite der politischen Realität wählen wir Parlamente und Regierungen, die Gesetze erlassen und umsetzen, damit wir mit dem knappen Geld irgendwie zurechtkommen. Auf der unsichtbaren Seite der Realität geniesst das globale private Bankensystem das potente Privileg der Geldschöpfung und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Politik dieses Privileg aufrecht erhält und die Austerität legitimiert, die es erzwingt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Banken, Debatte, Demokratie, Geldschöpfung | 1 Kommentar

Wovon sich die Männer emanzipieren sollten

Grovel-©ron&joeDie Männerzeitung bat mich um einen Beitrag zum Thema «Geld». Hier das Resultat:

Der Mensch, und damit auch der Mann, ist von vielen Dingen abhängig. Aber nicht von allen muss er sich emanzipieren. Einige Abhängigkeiten dürfte er sogar ein bisschen stärker in sein Bewusstsein aufnehmen – die Abhängigkeit von der Natur zum Beispiel, von Liebe, von der Familie (schliesslich ist er in einer entstanden) oder von einer sinnvollen Arbeit. Sie schränken zwar auf der einen Seite die Freiheit ein, schenken aber auf der anderen Seite ein Mehrfaches zurück: das Glück einer Welt, in der alles seinen Platz hat, die Sicherheit verlässlicher Beziehungen oder die Erfüllung, sich in der Arbeit zu verwirklichen.

Am abhängigsten ist der Mann ausgerechnet von der Sache, die ihm die grösste Freiheit vorgaukelt: Geld. Es verspricht uns Wohlstand, Sicherheit und Ansehen, und wir opfern Weiterlesen

Veröffentlicht unter Armut, Geldschöpfung, Vollgeld | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Nationalbank bekommt die direkte Demokratie zu spüren

Harringer_GV_SNB_2016Eine neue Phase in der Geschichte der Nationalbank beginnt. Dies zeigt die Generalversammlung vom vergangenen Freitag. Es gab ausserordentlich viele Wortmeldungen und zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder Anträge. Bankratspräsident Jean Studer wehrte sich mit unkonventionellen Massnahmen gegen den direkt-demokratischen Ansturm.

Die Nationalbank hat ein institutionelles Problem, das sich in schwierigem wirtschaftlichen Umfeld zunehmend manifestiert. Sie verfolgt ein gesamtwirtschaftliches Ziel im Interesse der Allgemeinheit (und vor allem der Banken!), ist aber wie eine private Aktiengesellschaft im Besitz der Aktionäre organisiert. Deren Rechte sind allerdings durch das Bundesgesetz über die Nationalbank (NBG) – gewissermassen ihre Statuten – stark eingeschränkt. Die Geldpolitik zum Beispiel wird vom dreiköpfigen Direktorium autonom gestaltet und kann weder von Parlament, Bundesrat, Bankrat oder Aktionären beeinflusst werden. Aber auch das Direktorium unterliegt dem Nationalbankgesetz, und dazu wiederum kann die Generalversammlung Änderungen vorschlagen, die dann vom Bundesrat zur Beratung an die Eidg. Räte weitergeleitet werden müssen.

Diese Möglichkeit – etwas einfacher als der Weg über eine Volksinitiative – hat nun die Phantasie einer Westschweizer Aktionärsgruppe «Assemblée des Actionnaires Actifs Positifs» (AAA+) angeregt, die im Vorfeld zehn Anträge einreichte. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Banken, Demokratie, Franken, Geldschöpfung, Uncategorized, Vollgeld | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nationalbank blockiert unerwünschte Anträge an die Generalversammlung

«Schweizer Franken» soll nur noch das gesetzliche Zahlungsmittel der Nationalbank heissen dürfen, aber nicht mehr das Surrogat der privaten Banken, das diese aus dem Nichts schöpfen. Und alle Bürger sollen ein pleitesicheres Konto bei der Nationalbank führen dürfen. Von diesen und sieben weiteren Anträgen an die Generalversammlung vom kommenden 29. April will die Nationalbank nichts wissen. Obwohl statuten- und gesetzeskonform eingereicht, hat sie der Bankrat nicht auf die Traktandenliste gesetzt. Die Antragsteller erwägen nun, die Verschiebung der GV zu erzwingen.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Banken, Debatte, Franken, Geldschöpfung, Nationalbank | 3 Kommentare

Bargeld: Die Bürger sind gefordert

Haering_Bargeld-coverMan kann mit der «Abschaffung des Bargelds und die Folgen» problemlos einen höchst anregenden faulen Sonntag verbringen. Das neuste Buch von Norbert Häring hat 250 Seiten und ist so flüssig und packend geschrieben, dass man es nicht mehr weglegen mag. In der Tat: Der Autor beschreibt einen globalen Kriminalfall, der vor unseren Augen vorbereitet wird. Ein Kriminalfall ist es, weil die Begründung der Bargeldabschaffer nicht mit ihren tatsächlichen Absichten übereinstimmt und weil die Folgen zu gewaltigen Umverteilungen führen werden, derer sich die betroffenen Bürgerinnen und Bürger nicht bewusst sind.

Worum geht es? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Banken, Demokratie, Nationalbank, Szenario, Vollgeld | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Mit «Phoenix» in die Asche

Der «Economist» wusste schon vor dreissig Jahren, dass in den kommenden Jahren eine neue Weltwährung eingeführt wird.

«In dreissig Jahren werden Amerikaner, Japaner, Europäer und Menschen in vielen anderen reichen und auch vergleichsweise armen Ländern ihre Einkäufe in ein und derselben Währung bezahlen. Die Preise werden nicht in Dollars, Yen oder D-Mark angegeben, sondern beispielsweise in «Phoenix». Der «Phoenix» wird von Unternehmen und Konsumenten bevorzugt, weil er viel praktischer ist als die heutigen nationalen Währungen, die dannzumal als altertümliche Ursache für die Zerrüttung der Wirtschaft im 20. Jahrhundert erscheinen werden. Zu Beginn des Jahres 1988 scheint dies eine haarsträubende Vorhersage zu sein.»

Das war vielleicht vor 28 Jahren «haarsträubend», als der Economist die Vorhersage in einer Titelgeschichte publizierte; aber heute scheint sie sich zu bewahrheiten. Bereits 2009 autorisierte der G 20-Gipfel den IWF, 250 Mrd. in «Sonderziehungsrechten» (eine synthetische Verrechnungswährung für den Gebrauch zwischen Zentralbanken) in Umlauf zu bringen. Damit, schrieb die englische Zeitung Telegraph damals, würde «de facto eine Weltwährung ins Spiel gebracht». Weiterlesen

Veröffentlicht unter Crash, Demokratie, Dollar, Geldschöpfung, Szenario, Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Die Welt ist pleite und kaum jemand merkt es

pleiteLiebe Leserinnen und Leser

Ich habe kürzlich für einen Vortrag nach einem neuen Weg gesucht, den Zustand unseres Geldsystems in einem Bild verständlich zu machen. Der nachfolgende Text ist gewissermassen eine Nachschrift des entsprechenden Abschnitts aus dem Vortrag. Er wird hier für eine begrenzte Zeit veröffentlicht und wird sobald als möglich durch einen strukturierten Text mit Quellenangaben ersetzt.

Wir müssen erkennen, dass die Welt als Ganzes pleite ist und dass wir ein geregeltes Konkursverfahren durchführen müssen, anstatt immer mehr Länder in die Enteignung zu schicken. Griechenland ist ja nicht das erste Land, sondern nur das erste der Eurozone. Ihm vorangegangen sind die Länder des europäischen Ostens und sämtliche Entwicklungsländer. Weitere, noch als vergleichsweise wohlhabend geltende Länder werden ihm folgen. Schliesslich werden alle einem illegalen Schuldenregime unterstellt.

Warum sind wir durch und durch pleite? Weil die Geldmenge von vielleicht 60 Bio. Dollar, grosszügig gerechnet, in keiner Weise reicht, alle Geldschulden zu bezahlen. Denn Geldschulden müssen mit Geld bezahlt werden, nicht mit Rindern, Ländereien oder dem, was wir auf dem Dachboden noch so haben. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Banken, Bankrott, Crash, Debatte, Krise, Szenario | 1 Kommentar