Auch so funktioniert Umverteilung: Hewlett Packard streicht 58’000 Jobs

Unser Geldsystem ist eine unendliche Geschichte der Umverteilung von den Arbeitenden zu den Vermögenden. Der Hauptgrund dafür ist die Natur des Geldes als Kredit, für den Zins bezahlt werden muss.

Aber es gibt noch viele andere Wege. Einer davon ist der Rückkauf von Aktien. Wie das geht, zeigt der letzte Quartalsbericht des amerikanischen Computerherstellers Hewlett Packard. Der Konzern investierte in den letzten vier Quartalen 3,8 Mrd, gab aber fast so viel (3,7 Mrd.) für Aktienrückkäufe aus. Dafür entliess Hewlett Packard 44’000 Mitarbeiter und will bis Ende Jahr nochmals 14’000 Stellen streichen. Aktienrückkäufe dienen in erster Linie der Kurspflege und machen die Aktienbesitzer reicher, währenddem dem Unternehmen Mittel für Investitionen fehlen.

Die Grafik zeigt die Investitionen von Hewlett Packard (grün) und die ausgaben zum Rückkauf von Aktien (rot)

Die Grafik zeigt die Investitionen von Hewlett Packard (grün) und die Ausgaben zum Rückkauf von Aktien (rot)

Hewlett Packard ist weder ein Einzelfall noch ein besonders extremer. Aber er zeigt exemplarisch, dass sich selbst Firmen aus der so genannten Realwirtschaft immer mehr in die Finanzwirtschaft bewegen wo nur noch Papierwerte herumgeschoben werden.

Mehr dazu auf Zero Hedge

Dieser Beitrag wurde unter Börse, Spekulation veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*