Bankiervereinigung und private Geldschöpfung: vornehmes – oder betretenes – Schweigen?

Das alternative Zürcher Radio LoRa widmete der Geldschöpfung und der Vollgeld-Initiative am vergangenen Samstag eine einstündige Ausgabe der Sendung «occupy Echo». Unter der Leitung von Peter Christen diskutierten der junge Banker und Finanzberater Martin Ruprecht und der Schreibende. Abwesend war namentlich ein Vertreter der Bankiervereinigung, obwohl es explizit um das Geldschöpfungsprivileg der Banken ging, das die Vollgeld-Initiative abschaffen will. Begründung von Thomas Suter, Kommunikationsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung: «Mit der Vollgeldinitiative beschäftigen wir uns nicht en detail. Daher können wir auch niemanden an Ihr Panel schicken.»

Mit Verlaub: Da steht eine Volksinitiative am Start, die das Geschäftsmodell der Banken umkrempeln und die Banken von Geldproduzenten zu reinen Geldvermittlern machen will und die Bankiervereinigung will sich nicht damit beschäftigt haben?
Das wirkt wenig glaubhaft und deutet darauf hin, dass die Banken noch keine geeignete Begründung für das Privileg gefunden haben, selber Geld herzustellen. Die Begründung könnte noch einige Zeit auf sich warten lassen; es gibt nämlich keine.

Hier gehts zur Sendung.

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